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Zurück zur Übersicht Fallstudie · Modeatelier & Showroom

DFM Hamburg

Eine Marke, die sich zurücknimmt, damit die Kollektionen groß werden.

Kunde
DFM Hamburg
Modelabel, Atelier und Showroom in Altona
Meine Rolle
Konzept, Gestaltung, Interaktion,
Entwicklung — aus einer Hand
Technik
ProcessWire
Backend eigens beschriftet
Website
dfm-hamburg.de
Startseite von DFM Hamburg: großflächige Modeaufnahme zweier Frauen in karierten Leinenjacken, darüber der Schriftzug DFM HAMBURG und die Menüpunkte als schwarze Balken, die unterschiedlich weit ins Bild ragen
Die Startseite: Das Motiv füllt die Fläche, die Marke steht als schwarze Balken darüber.
Ausgangslage

Ein Label, dessen Arbeit man ansieht.

DFM Hamburg fertigt in Altona Maßkonfektion, führt im Showroom internationale Labels und stattet Produktionen aus. Gezeigt wird das über Fotostrecken und kurze Filme, die in unregelmäßigen Abständen erscheinen — aufwendig produziert, jede mit einem eigenen Thema und einem eigenen Titel.

Die Website davor stammte aus einer anderen Zeit — entstanden, bevor die meisten Besucher vom Smartphone kamen, und in der Pflege ein Umweg. Gesucht war eine Seite, die diesen Strecken die ganze Fläche gibt und die das Haus danach selbst führen kann.

Aufgabe

Eine Handschrift, die den Kollektionen den Vortritt lässt.

Angefangen hat die Arbeit mit Zuhören: was die Gründerin zeigen will, in welcher Reihenfolge, mit welchem Ton. Daraus ist ein gestalterisches Konzept entstanden, das zwei Dinge zugleich leisten musste.

  • Erkennbar eigen

    Rau, direkt, mit eigener Handschrift — eine Seite, die man wiedererkennt, auch wenn gerade keine Kollektion darauf zu sehen ist.

  • Und trotzdem zurückhaltend

    Sobald eine neue Strecke erscheint, gehört ihr die Fläche. Die Marke bleibt schwarzweiß und tritt einen Schritt zurück, damit sich nichts mit den Farben der Aufnahmen beißt.

  • Danach im eigenen Haus

    Neue Strecken, neue Filme, neue Labels: Das Einpflegen sollte im Atelier stattfinden, ohne dafür jemanden anzurufen.

DFM Hamburg im Laptop und auf dem Smartphone: die Kollektion „nur ein Steinwurf (entfernt)“ mit zwei Frauen in karierten Leinenjacken, die Steine tragen; im Laptop links die Menübalken, auf dem Smartphone die Aufnahmen untereinander
Die Strecke bekommt die Fläche, die Marke bleibt schwarzweiß daneben.
Kernstück

Der eigene Charakter steckt in der Bewegung.

Wenn die Gestaltung schwarzweiß bleibt und die Bilder die Fläche bekommen, muss der eigene Charakter woanders herkommen. Bei DFM kommt er aus zwei Quellen: aus einem neu gezeichneten Logo — dem Stempel „Made in Altona“ — und aus der Art, wie sich die Seite bedienen lässt.

Die Menüpunkte sind schwarze Balken, die je nach Mausposition unterschiedlich weit ins Bild fahren. Sie sind Navigation und Grafik zugleich: Was gerade angesteuert wird, schiebt sich vor, der Rest zieht sich zurück. Das Raster verschiebt sich damit fortwährend, ohne dass etwas blinkt oder springt — die Seite antwortet einfach.

  • Eine Kollektion ist ein Bildthema

    Titel und Motiv tragen die Seite; die Aufnahmen stehen groß und ohne Rahmen. Wer die Strecke öffnet, sieht sie so, wie sie fotografiert wurde.

  • Filme laufen mit

    Bewegtbild steht gleichberechtigt neben den Fotos, in derselben Fläche und mit denselben Regeln — bis hin dazu, ob ein Film von allein startet.

  • Ein eigener Auftritt auf dem Smartphone

    Auf schmalen Schirmen werden die Balken zu einem Menü mit eigener Bewegung — dieselbe Idee, neu entworfen für den Daumen.

Kollektionsübersicht von DFM Hamburg: links die Menübalken in Ruhelage, rechts zwei großformatige Modeaufnahmen, die obere mit dem Kollektionstitel „Near Dark“
Kollektionsübersicht: Die Balken liegen links, die Strecken laufen rechts über die ganze Fläche.
Labels-Seite von DFM Hamburg: dieselben Menübalken, diesmal mit weiter vorgeschobenem Balken „Labels“, rechts ein Raster aus Marken mit Bild und Namen
Dieselben Balken, andere Lage: Der angesteuerte Punkt schiebt sich vor.
Zwei Smartphones mit DFM Hamburg: links die Startseite mit dem Motiv zweier Frauen und darunter den Menüpunkten Kollektionen, Atelier, Labels und Services, rechts derselbe Bildschirm mit aufgeklapptem Punkt Services und seinen Unterseiten
Auf dem Smartphone: dieselbe Idee, eigene Bewegung.

Auf dem Smartphone ist das Motiv zuerst da und die Navigation liegt darunter — offen, ohne Umweg über ein Symbol. Jeder Punkt klappt an Ort und Stelle auf. Für ein Label, dessen Publikum die neuen Strecken meist unterwegs sieht, ist das die wichtigere der beiden Fassungen.

Technik & Zusammenarbeit

Ein Backend, das sich einfach pflegen lässt.

Unterbau ist ProcessWire, und die Struktur der Website zeichnet sich dort eins zu eins ab: Kollektionen, News, Labels, Services liegen so, wie sie auf der Seite erscheinen. Jedes Feld trägt einen Namen aus dem Alltag des Ateliers und einen Hinweis dazu — welches Maß ein Bild haben soll, wie lang ein Film sein darf, was eine Option bewirkt, wann ein Video von allein startet.

Der zweite Teil wiegt schwerer als der erste: Das System passt selbst auf. Eine Bildstrecke will Bilder sehen, bevor sie sich speichern lässt, Formate werden geprüft, Größen begrenzt. So bleibt die Pflege eine Sache von Minuten — auch für jemanden, der mit Technik nichts zu tun haben will.

Gearbeitet habe ich direkt mit der Gründerin und Geschäftsführerin, im laufenden Austausch von den ersten Entwürfen bis nach dem Start. Konzept, Gestaltung, Interaktion und Technik lagen dabei in einer Hand.

  • ProcessWire ↗
  • Gestaltung & Interaktion
  • Logo neu gezeichnet
  • Foto- und Filmstrecken
  • Redaktionell pflegbar
Kollektionsseite „nur ein Steinwurf (entfernt)“ von DFM Hamburg: zwei großformatige Modeaufnahmen untereinander, links die Menübalken
Eine Kollektionsstrecke, wie sie im Atelier eingepflegt wird: Bilder hochladen, Titel setzen, fertig.
Stimme
„Wir haben unsere Website bei Kris Lüdemann entwickeln lassen, mit der Vorgabe, dass sie unseren Vorstellungen entspricht, aber sich von den gebräuchlichen Modulen typischer Anbieter absetzt. Kris hat unsere Vorstellungen verstanden und in ein klares, nachhaltiges Corporate-Design umgesetzt. Das Feedback der Modebranche und die Souveränität, die dadurch entstanden ist, spüren wir deutlich. Wir fühlen uns immer schnell und gut betreut.“
— Dörte F. Meyer, Modelabel DFM Hamburg

Ein Auftritt, der Ihre Arbeit vorlassen soll?

Bilder, Filme, Kollektionen, Projekte — wenn die Seite Ihre Arbeit groß zeigen und trotzdem eine eigene Handschrift haben soll, bringen wir beides zusammen. Erzählen Sie mir, was Sie vorhaben, dann sprechen wir darüber.

Projekt anfragen

post@krislue.de · +49 (0)40 55 61 48 52